Thomas steht im Elektronikmarkt vor einer Wand aus Smartphones. Über 40 Modelle, Preise von 150 bis 1.900 Euro. Der Verkäufer empfiehlt das teuerste Gerät, ein Freund schwört auf chinesische Marken, Online-Bewertungen widersprechen sich. Thomas will eigentlich nur ein Gerät, das gut fotografiert, lange hält und nicht zu viel kostet. Drei Stunden später verlässt er den Laden ohne Kauf, frustrierter als zuvor.
Diese Situation kennen viele. Die technischen Grundlagen aus den vorherigen Teilen dieser Serie helfen zwar beim Verständnis, aber welches Smartphone nun konkret das richtige ist, hängt von individuellen Prioritäten ab. Ein Gelegenheitsfotograf braucht andere Features als ein Mobile-Gamer. Ein Business-Nutzer hat andere Anforderungen als ein Student mit knappem Budget. Dieser Teil gibt konkrete Empfehlungen für verschiedene Nutzerprofile und Preisklassen, basierend auf aktuellen Tests und Marktdaten von Ende 2025 [1][2].
Für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer
Die größte Nutzergruppe verwendet ihr Smartphone hauptsächlich für Messaging, Social Media, gelegentliche Fotos und Videos. Für diese Anwendungen braucht niemand ein Flaggschiff. Die Mittelklasse und sogar das Budget-Segment bieten mehr als ausreichende Leistung. Der Fokus sollte auf Alltagstauglichkeit liegen: ein gutes Display für entspanntes Lesen und Videos, ausreichend Akku für einen vollen Tag, solide Verarbeitung für Langlebigkeit und zuverlässige Software-Updates für Sicherheit [1].
Budget-Empfehlung: Xiaomi Redmi Note 14 5G
Für unter 300 Euro bietet das Xiaomi Redmi Note 14 5G ein überzeugendes Gesamtpaket, das vor wenigen Jahren noch Flaggschiff-Niveau entsprochen hätte. Das 6,67-Zoll-AMOLED-Display mit 120 Hz Bildwiederholrate sorgt für flüssiges Scrollen durch Social-Media-Feeds, die 2.100 Nits Spitzenhelligkeit ermöglichen problemlose Nutzung auch bei direkter Sonneneinstrahlung. Der MediaTek Dimensity 7025-Ultra Prozessor bewältigt alle Alltagsaufgaben ohne Verzögerung [3].
Die 108-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung liefert bei Tageslicht Fotos, die auf Social Media von teureren Geräten kaum zu unterscheiden sind. Der 5.110-mAh-Akku hält bei normaler Nutzung problemlos zwei Tage, das 45-Watt-Schnellladen füllt ihn in etwa einer Stunde wieder auf. Xiaomis Software-Politik sichert drei Jahre Android-Updates und vier Jahre Sicherheitspatches zu. Das einzige echte Manko: Die Verarbeitung aus Kunststoff wirkt weniger wertig als bei teureren Geräten [1][3].
Wer statt Xiaomi lieber etablierte Marken bevorzugt, findet im Samsung Galaxy A36 5G eine Alternative mit Samsungs starker Update-Garantie von sechs Jahren. Das Motorola Edge 50 Neo bietet ein nahezu unverändertes Android-Erlebnis ohne zusätzliche Software-Schichten. Das Nothing Phone (2a) richtet sich an Käufer, die ein ungewöhnliches Design mit den charakteristischen Glyph-LEDs auf der Rückseite schätzen [2].
Mittelklasse-Empfehlung: Samsung Galaxy A56 5G
Wer etwas mehr investieren möchte, bekommt mit dem Galaxy A56 für etwa 400 Euro ein Gerät mit echten Flaggschiff-Qualitäten. Samsung hat hier nicht gespart: Das 6,6-Zoll-Super-AMOLED-Display mit 120 Hz gehört zu den besten in dieser Preisklasse, der Exynos 1480 Prozessor bietet reichlich Leistungsreserven, und die IP67-Zertifizierung schützt vor Staub und Untertauchen in Wasser bis zu einem Meter Tiefe [2].
Der 5.000-mAh-Akku hält bei typischer Nutzung anderthalb Tage durch. Besonders überzeugend ist Samsungs Update-Versprechen: sechs Jahre Software-Unterstützung garantieren, dass das Gerät auch 2031 noch sicher und aktuell läuft. Das rechtfertigt den Aufpreis gegenüber günstigeren Geräten, die oft nach zwei Jahren keine Updates mehr erhalten [2][3].
Das Google Pixel 9a (ab 549 Euro) konkurriert in dieser Klasse mit der besten Kamera dank Googles überlegenem Tensor G4 Chip und dessen KI-Bildverarbeitung. Wer Fotografie priorisiert und bereit ist, etwas mehr auszugeben, sollte das Pixel 9a in Betracht ziehen. Das Motorola Edge 50 Pro punktet mit attraktivem Design und 125-Watt-Schnellladen, das den Akku in unter 20 Minuten füllt [1][2].
Welches Smartphone für Fotografie-Enthusiasten?
Wer die Smartphone-Kamera ernsthaft nutzt, muss mehr investieren. Die Unterschiede zwischen Mittelklasse und Flaggschiff sind bei guten Lichtverhältnissen tatsächlich gering. Die meisten aktuellen Mittelklasse-Geräte liefern bei Tageslicht Fotos, die selbst Experten kaum von Flaggschiff-Aufnahmen unterscheiden können. Die Überlegenheit teurer Kameras zeigt sich erst bei schwierigem Licht, schnellen Bewegungen oder anspruchsvollen Motiven wie Porträts mit natürlichem Bokeh [4].
Preis-Leistungs-Tipp: Google Pixel 9
Das Pixel 9 (ab etwa 490 Euro) beweist, dass Googles Computational Photography teure Hardware teilweise kompensieren kann. Der Tensor G4 Chip ist spezifisch auf KI-Aufgaben optimiert, was der Bildverarbeitung zugutekommt. Die Ergebnisse können in vielen Szenarien mit deutlich teureren Geräten mithalten, manchmal übertreffen sie diese sogar. Googles Nachtmodus gehört weiterhin zu den besten der Branche und holt aus dunklen Szenen erstaunlich viel Licht heraus [4].
Der Porträtmodus isoliert Personen überzeugend vom Hintergrund, ohne die unnatürlichen Ausschneide-Artefakte, die günstigere Geräte oft produzieren. Magic Eraser entfernt störende Objekte aus Fotos mit beeindruckender Präzision. Best Take kombiniert mehrere Aufnahmen zu einem Foto, in dem alle Personen optimal aussehen. Diese Software-Features machen das Pixel 9 zur Empfehlung für alle, die exzellente Fotos ohne Flaggschiff-Preis wollen [4].
Flaggschiff-Empfehlung: iPhone 17 Pro Max
Das iPhone 17 Pro Max (ab etwa 1.450 Euro) markiert Apples Kamera-Spitze für 2025. Der große 1/1.28-Zoll-Hauptsensor mit 48 Megapixeln fängt deutlich mehr Licht ein als kleinere Sensoren, was besonders bei Dämmerung und in Innenräumen sichtbar wird. Der 8-fache optische Zoom bei 200 mm Brennweite ermöglicht beeindruckende Porträts und Detailaufnahmen aus größerer Entfernung ohne Qualitätsverlust [3][4].
Wo das iPhone 17 Pro Max wirklich glänzt, ist die Videoaufnahme. ProRes-Aufzeichnung in 4K liefert Material in professioneller Qualität, das sich ohne Qualitätsverlust nachbearbeiten lässt. Die Log-Profile ermöglichen Colorgrading wie bei professionellen Filmkameras. Der A19 Pro Chip im wärmeableitenden Aluminium-Unibody-Gehäuse kann länger unter Volllast arbeiten, was bei ausgedehnten Videoaufnahmen relevant wird. Für Nutzer im Apple-Ökosystem und alle, die Videografie priorisieren, gibt es keine bessere Option [3][4].
Kamera-König: Samsung Galaxy S25 Ultra
Das Galaxy S25 Ultra (ab etwa 1.460 Euro) bietet das vielseitigste Kamerasystem am Markt. Der 200-Megapixel-Hauptsensor liefert bei Tageslicht extrem detailreiche Aufnahmen, die sich auch stark vergrößert noch scharf zeigen. Das 50-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv mit 5-facher optischer Vergrößerung konkurriert mit dem iPhone, während das zusätzliche 10-Megapixel-Tele mit 3-facher Vergrößerung die Lücke zwischen Haupt- und Periskopkamera schließt [3][4].
Der 50-Megapixel-Ultraweitwinkel erfasst Landschaften und Architektur mit beeindruckendem Blickfeld. Der digitale Space Zoom erreicht bis zu 100-fache Vergrößerung, wobei ab 10-fach naturgemäß Qualitätsverluste auftreten. Galaxy AI verbessert Fotos automatisch mit KI-gestützter Nachbearbeitung, entfernt Reflexionen, verbessert Schärfe und optimiert Farben. Im DxOMark-Ranking erreicht das S25 Ultra 157 Punkte, das iPhone 17 Pro Max 158 Punkte, das Pixel 10 Pro XL 155 Punkte. Praktisch bedeutet dieser marginale Unterschied: Alle drei Geräte liefern Spitzenqualität, die Wahl hängt vom bevorzugten Ökosystem ab [4].
Eine preisbewusste Alternative ist das Honor Magic 7 Pro. Es bietet Kamera-Hardware auf Flaggschiff-Niveau zu einem deutlich niedrigeren Preis: Mit Early-Bird-Rabatt lag der Einführungspreis bei etwa 1.000 Euro, regulär kostet es 1.300 Euro. Der 50-Megapixel-Hauptsensor mit variabler Blende (f/1.4-f/2.0) passt sich automatisch den Lichtverhältnissen an. Das 200-Megapixel-Teleobjektiv mit 3-facher optischer Vergrößerung und das extrem helle 5.000-Nits-Display runden das Paket ab. Honor garantiert sieben Jahre Updates. Der Kompromiss: Magic OS basiert zwar auf Android, unterscheidet sich aber deutlich vom Standard-Android [3][5].
Für Mobile Gamer
Gaming auf dem Smartphone stellt die höchsten Anforderungen an die Hardware. Aktuelle Titel wie Genshin Impact, Call of Duty Mobile oder Diablo Immortal fordern schnelle Prozessoren, viel Arbeitsspeicher und effektive Kühlung. Dedizierte Gaming-Phones existieren für Enthusiasten, aber auch reguläre Flaggschiffe eignen sich hervorragend, wenn die Spezifikationen stimmen [5].
Worauf kommt es beim Gaming an?
Der Prozessor entscheidet über flüssiges Gameplay. Der Snapdragon 8 Elite oder sein Vorgänger 8 Gen 3 sollte es sein, um aktuelle und kommende Spiele auf höchsten Grafikeinstellungen mit stabilen 60 oder mehr Bildern pro Sekunde zu spielen. MediaTeks Dimensity 9400 und 9500 bieten vergleichbare Leistung. Apples A18 und A18 Pro sind ebenfalls erstklassig, doch das iOS-Spieleangebot unterscheidet sich vom Android-Markt, und Emulatoren für Retro-Gaming fehlen weitgehend [5].
Die Bildwiederholrate des Displays sollte mindestens 120 Hz betragen. Viele Spiele unterstützen inzwischen höhere Raten, die einen spürbaren Unterschied in der Reaktionsfähigkeit machen. Wer kompetitive Multiplayer-Titel wie PUBG Mobile oder Fortnite spielt, profitiert zusätzlich von hohen Touch-Sampling-Raten. Ab 240 Hz registriert das Display Berührungen merklich schneller, was bei zeitkritischen Eingaben einen messbaren Vorteil bringt [5].
Die Kühlung bestimmt die Dauerleistung. Ohne effektive Wärmeableitung drosseln Smartphones bei längerem Gaming, um Überhitzung zu vermeiden. Ein Spiel, das anfangs mit 60 FPS läuft, kann nach 20 Minuten auf 40 FPS einbrechen. Gaming-Phones bieten oft aktive Lüfter oder besonders große Vapor-Chamber-Kühlung, um die Leistung auch über längere Sessions stabil zu halten [5].
Empfehlung: ASUS ROG Phone 9 Pro
Das ROG Phone 9 Pro (ab etwa 1.100 Euro) ist von Grund auf für Gamer konzipiert. Der Snapdragon 8 Elite liefert maximale Leistung, bis zu 24 GB RAM sorgen dafür, dass auch anspruchsvolle Spiele im Hintergrund gehalten werden können. Das 185-Hz-AMOLED-Display gehört zu den schnellsten am Markt, 2.500 Nits Helligkeit ermöglichen Gaming auch bei Sonnenlicht. In Benchmark-Tests hält das ROG Phone 9 Pro in Genshin Impact bei maximalen Grafikeinstellungen stabile 60 FPS über 30 Minuten, während viele Konkurrenten nach 15 bis 20 Minuten auf 45 bis 50 FPS drosseln [3][5].
Die AirTrigger-Schultertasten funktionieren wie Controller-Bumper und bieten in Shootern einen echten Vorteil gegenüber reiner Touchscreen-Steuerung. Der 5.800-mAh-Akku hält auch bei intensivem Gaming mehrere Stunden, 65-Watt-Laden füllt ihn schnell wieder auf. Das GameCool 9-Kühlsystem hält den Chip auch unter Dauerlast im optimalen Temperaturbereich. Das AniMe Vision LED-Display auf der Rückseite zeigt Benachrichtigungen oder Animationen, ein Alleinstellungsmerkmal für alle, die ihr Gerät individualisieren wollen [3][5].
Mainstream-Alternative: OnePlus 13
Wer ein normales Flaggschiff mit Gaming-Tauglichkeit sucht, ist mit dem OnePlus 13 (ab etwa 900 Euro) gut bedient. Der Snapdragon 8 Elite liefert identische Rohleistung wie im ROG Phone, bis zu 16 GB RAM genügen für alle aktuellen Spiele. Der 6.000-mAh-Akku gehört zu den größten in regulären Smartphones, 100-Watt-Schnellladen füllt ihn in etwa 30 Minuten vollständig [3][5].
Das 6,82-Zoll-LTPO-Display mit 120 Hz bietet ein hervorragendes Spielerlebnis, auch wenn es nicht an die 185 Hz des ROG Phone heranreicht. Die Kühlung übertrifft die meisten anderen regulären Smartphones, was stabilere Frameraten über längere Sessions ermöglicht. Wer Gaming nur als eine von vielen Nutzungen betrachtet und kein dediziertes Gaming-Phone mit auffälligem Design möchte, findet im OnePlus 13 die bessere Wahl [5].
Für Business und Produktivität
Business-Nutzer priorisieren andere Eigenschaften als Privatanwender. Zuverlässigkeit, Sicherheit, lange Update-Garantien und gute Integration in Unternehmens-IT stehen im Vordergrund. Die Kamera darf gut sein, muss aber nicht herausragend sein. Wichtiger sind E-Mail, Kalender, Office-Anwendungen, Videokonferenzen und ein großes, gut lesbares Display für Dokumente [3].
Apple-Ökosystem: iPhone 17 Pro
Für Unternehmen im Apple-Ökosystem ist das iPhone 17 Pro (ab etwa 1.200 Euro) die naheliegende Wahl. Apples Enterprise-Management-Features ermöglichen IT-Abteilungen die zentrale Verwaltung von Geräteflotten. Die nahtlose Integration mit Mac und iPad über Continuity, Handoff und iCloud macht den Wechsel zwischen Geräten reibungslos. Face ID bietet sichere Authentifizierung auch mit Maske [3].
Apple garantiert fünf bis sechs Jahre iOS-Updates, was die Lebensdauer im Unternehmenseinsatz planbar macht. Apple Intelligence erweitert die Produktivitätsfunktionen: Zusammenfassungen von E-Mails und Dokumenten, intelligente Antwortvorschläge, verbesserte Siri-Integration. Der Ruf für Zuverlässigkeit und der hohe Wiederverkaufswert machen das iPhone 17 Pro zum Standard in vielen Unternehmen [3].
Android-Business: Samsung Galaxy S25
Samsung bietet mit Knox eine unternehmenstaugliche Sicherheitsplattform, die von Regierungen und Großunternehmen weltweit eingesetzt wird. Laut Samsung nutzen über 20.000 Unternehmen Knox für ihre Geräteflotten. Das Galaxy S25 (ab etwa 900 Euro) kombiniert Flaggschiff-Leistung mit sieben Jahren garantierter Updates, dem längsten Versprechen im Android-Bereich. Knox trennt berufliche und private Daten auf Hardware-Ebene und erfüllt strenge Compliance-Anforderungen [3].
DeX ermöglicht die Desktop-Nutzung mit externem Monitor, Tastatur und Maus. Das Smartphone wird zum vollwertigen PC-Ersatz für Präsentationen, Dokumentenarbeit oder Videokonferenzen im Hotelzimmer. Samsung-Geräte sind bei den meisten Mobile-Device-Management-Lösungen zertifiziert, was die Einbindung in bestehende Unternehmens-IT vereinfacht. Galaxy AI bietet ähnliche Produktivitätsfeatures wie Apple Intelligence, darunter Zusammenfassungen und Übersetzungen [3].
Faltbar für Produktivität: Galaxy Z Fold7
Das Galaxy Z Fold7 (ab etwa 1.900 Euro) bietet ein einzigartiges Format für produktive Vielnutzer. Zusammengeklappt funktioniert es als normales, wenn auch etwas dickeres Smartphone mit 6,3-Zoll-Cover-Display. Aufgeklappt verwandelt es sich in ein 8-Zoll-Tablet, das echtes Multitasking mit bis zu drei Apps nebeneinander ermöglicht [3].
Für Berater, die in Besprechungen Notizen machen und gleichzeitig auf Referenzdokumente zugreifen müssen, bietet das Fold7 echten Mehrwert. Präsentationen können unterwegs vorbereitet werden, ohne einen Laptop mitführen zu müssen. E-Mails lesen sich auf dem großen Display deutlich entspannter als auf normalen Smartphones. Der S Pen (separat erhältlich) ermöglicht handschriftliche Notizen. Der hohe Preis und die geringere Robustheit gegenüber klassischen Smartphones schränken den Nutzerkreis ein, aber für die richtige Zielgruppe lohnt sich die Investition [3].
Die besten Smartphones nach Preisklasse
Unabhängig vom spezifischen Nutzungsprofil lassen sich in jeder Preisklasse klare Empfehlungen aussprechen. Die folgenden Geräte bieten jeweils das beste Gesamtpaket in ihrer Kategorie und eignen sich für die meisten Nutzer mit dem entsprechenden Budget [1][2][5][6].
Unter 200 Euro: Xiaomi Redmi Note 14 4G
Für absolute Sparfüchse liefert das Redmi Note 14 4G ein erstaunlich gutes Paket. Das AMOLED-Display bietet Farben und Kontraste, die vor wenigen Jahren nur in teuren Geräten zu finden waren. Die Kamera produziert ordentliche Fotos bei Tageslicht, der große Akku hält problemlos zwei Tage. Die Kompromisse liegen beim langsameren Prozessor, dem fehlenden 5G-Modem und der kürzeren Update-Dauer von etwa zwei Jahren. Für grundlegende Nutzung wie Messaging, Social Media und gelegentliche Fotos reicht das völlig aus [1][6].
200-500 Euro: Samsung Galaxy A56 / Pixel 9a
Diese Preisklasse bietet den besten Gegenwert für preisbewusste Käufer. Das Galaxy A56 (ab 400 Euro) überzeugt mit Samsungs langer Update-Garantie und der ausgereiften One-UI-Oberfläche. Das Pixel 9a (ab 549 Euro) bietet die eindeutig beste Kamera in dieser Preisklasse dank Googles überlegener Bildverarbeitung und sauberes Android ohne Herstelleraufsätze. Beide Geräte haben solide Displays, gute Kameras für den Alltag und Akkus, die einen vollen Tag durchhalten [1][2][6].
500-800 Euro: Pixel 9 / Pixel 10 / Xiaomi 15T
Hier beginnt Flaggschiff-nahe Leistung ohne den vollen Flaggschiff-Preis. Das Pixel 9 (ab 490 Euro) bietet die beste Kamera-Software am Markt und profitiert von Googles KI-Features. Das Pixel 10 (ab 899 Euro) bringt den neuesten Tensor G5 Chip mit verbesserter Energieeffizienz. Der Xiaomi 15T (ab 649 Euro) liefert das beste Hardware-Preis-Verhältnis mit dem schnellen Dimensity 8400 und Leica-Optik [2][5][6].
600-1.000 Euro: Samsung Galaxy S25 / Pixel 10 Pro
Die echten Flaggschiffe beginnen hier. Das Galaxy S25 (ab 900 Euro) bietet das vielseitigste Gesamtpaket mit ausgezeichneter Kamera, starker Leistung und sieben Jahren Updates. Das Pixel 10 Pro konkurriert mit der besten Kamera und den fortschrittlichsten KI-Features, darunter Circle to Search und verbesserte Übersetzungsfunktionen. Das iPhone 17 (ab 900 Euro) empfiehlt sich für Apple-Nutzer, die nicht die Pro-Features benötigen [2][5].
Über 1.000 Euro: S25 Ultra / iPhone 17 Pro Max / Pixel 10 Pro XL
Die Spitzenklasse ohne Kompromisse. Das Galaxy S25 Ultra (ab 1.460 Euro) bietet maximale Vielseitigkeit mit dem besten Kamerasystem und S-Pen-Unterstützung. Das iPhone 17 Pro Max (ab 1.450 Euro) glänzt mit der besten Videoqualität und nahtloser Apple-Integration. Das Pixel 10 Pro XL liefert die innovativsten KI-Features und die sauberste Software-Erfahrung direkt von Google. Alle drei Geräte rechtfertigen ihren Preis, aber nur für Nutzer, die das Letzte aus ihrem Smartphone herausholen wollen [4][5].
Fazit und Ausblick
Die richtige Smartphone-Wahl hängt von individuellen Prioritäten ab. Ein Student mit knappem Budget hat andere Anforderungen als ein Berufsfotograf oder ein Unternehmensberater. Die gute Nachricht: In jeder Preisklasse gibt es hervorragende Optionen. Die Unterschiede zwischen den Top-Geräten sind oft marginal, und selbst günstige Smartphones erfüllen die Bedürfnisse der meisten Nutzer vollständig.
Ich rate grundsätzlich davon ab, mehr zu bezahlen als nötig. Ein 1.500-Euro-Flaggschiff macht für die meisten Nutzer keinen spürbaren Unterschied gegenüber einem 500-Euro-Gerät bei typischer Alltagsnutzung. Die Mittelklasse von 400 bis 600 Euro bietet heute, was vor fünf Jahren nur Flaggschiffe konnten. Aus meiner Sicht liegt der Sweet Spot für die meisten Käufer beim Galaxy A56 oder Pixel 9a: Diese Geräte erfüllen alle Alltagsanforderungen, halten dank langer Updates vier bis fünf Jahre, und das gesparte Geld lässt sich besser in Zubehör oder den nächsten Gerätewechsel investieren.
Und Thomas aus der Einleitung? Er hat sich schließlich für das Pixel 9a entschieden. Sein Hauptkriterium war die Kamera, sein Budget lag bei 600 Euro. Das Pixel 9a erfüllt beide Anforderungen optimal und bietet mit sieben Jahren Updates eine Zukunftssicherheit, die sein vorheriges Smartphone nie hatte. Hätte er stattdessen das vom Verkäufer empfohlene S25 Ultra gekauft, wäre er zwar auch zufrieden gewesen, hätte aber 900 Euro mehr bezahlt für Features, die er nie nutzen würde.
Doch selbst das beste Smartphone kann zum Frustfaktor werden, wenn man die Fallstricke nicht kennt. Der nächste Teil dieser Serie behandelt die Schattenseiten: Update-Politik und wann Support endet, Bloatware und vorinstallierte Apps, Reparierbarkeit und die neue EU-Verordnung, versteckte Kosten für Zubehör und Dienste. Diese Faktoren können die Zufriedenheit mit einem Gerät ebenso stark beeinflussen wie die Hardware-Spezifikationen.
Weiter mit Teil 4: Fallstricke: Worauf man achten muss.
Quellenverzeichnis
[1] Heise online (2025): 'Top 10: Bestes Smartphone bis 400 Euro.' Bestenliste. https://www.heise.de/tests/bestenlisten/beste-smartphones-bis-400-euro
[2] Connect Magazin (2025): 'Die besten Mittelklasse-Smartphones 2025.' Testberichte. https://www.connect.de/bestenliste/beste-mittelklasse-smartphones
[3] Samsung, Apple, Google, Xiaomi, OnePlus, ASUS, Honor (2025): Offizielle Produktseiten und technische Spezifikationen.
[4] DxOMark (2025): Kamera-Testberichte für iPhone 17 Pro Max, Galaxy S25 Ultra, Pixel 10 Pro XL, Honor Magic 7 Pro. https://www.dxomark.com/smartphones/
[5] Allround-PC (2025): 'Die besten Flaggschiff-Handys 2025.' Vergleichstest. https://www.allround-pc.com/artikel/die-besten-flaggschiff-smartphones
[6] Klarmobil Magazin (2025): 'Beste Handys mit Preis-Leistung 2025.' https://www.klarmobil.de/magazin/beste-smartphones-preis-leistung